21. Mai – 11. Juni 2017 | Galerie am Rathaus Norderstedt

Einladung
zu einer Begegnung

Begegnungen können wunderbar sein.

Gelingende Begegnungen verändern uns. Vor dem Hintergrund belastender Geschichte sind es besondere Begegnungen.

So kann z. B. Freundschaft zwischen Deutschen und Israelis – seien es Juden, Palästinenser, Araber, Christen –  nur entstehen, wenn man sich einander freundlich-neugierig annähert und um die Vergangenheit weiss. Die des anderen und die eigene.

In zahlreichen Gesprächen mit Holocaust-Überlebenden, mit Israelis unterschiedlicher Prägung, mit Juden und Nichtjuden wurde Tamara Hasselblatt zu vielen ihrer Bilder inspiriert.

Der im vergangenen Jahr verstorbene Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel, Auschwitz- und Buchenwald-Überlebender, schätzte an Tamara Hasselblatt‘s Bild „Dunkelheit und Ewigkeit“ ihre Sensibilität gegenüber der Dunkelheit, über die er in seinen Erinnerungen „Die Nacht“ geschrieben hatte.

Eine Freundschaft muss gerade bei belastender Vorgeschichte um die Vergangenheit wissen, aber sie sollte für die Künstlerin nicht nur zurück, sondern nach vorne schauen. Mit allem gegenseitigem Respekt, mit aller freundlichen Neugier und Offenheit:

Wer bist Du? Was machst Du? Was denkst Du?

Dies sind für die Künstlerin die Grundbedingungen von Freundschaft. Mit Blick auf die unzähligen Konfliktherde auf unserer Erde ein so wichtiger Schritt:

Einladung zu einer Begegnung.

Mit ihren ab 21. Mai in Norderstedt ausgestellten Arbeiten lädt Tamara Hasselblatt zu einer Begegnung ein.

Die Mehrzahl der in den letzten Monaten entstandenen Bilder thematisiert das Heute und Morgen. Viele von ihnen werden erstmalig in der Galerie am Rathaus in Norderstedt gezeigt. Tamara Hasselblatt gibt in ihren Werken vieles im konkret Gegenständlichen wieder. Zugleich liegen die eigentlichen Motive ihrer Bilder jenseits der gegenständlichen Darstellbarkeit. Surrealistisch, manchmal traumgleich, fein ausgearbeitet, dann wieder expressionistisch und in großer Farbenfreude, verarbeitet die Künstlerin – zuweilen inspiriert von Gedichten – ihr Thema „Einladung zu einer Begegnung“.

Ihre Gemälde wirken auf den ersten Blick zuweilen fast „schön“. Erst beim genaueren Hinschauen erschließen sich viele, manchmal auch irritierende Details. Fragen entstehen, gesellschaftliche Hintergründe scheinen auf.

Ihre Bilder zum Holocaust fordern Zeit zum ruhigen Betrachten. Wissen um das Geschehene öffnet Verständnistüren.

Doch auch ihre anderen Bilder verlangen nach Zeit zum genauen Hinschauen – also das, was eine gelingende Begegnung auszeichnet:

Zeit füreinander.

Tamara Hasselblatt

tamara02Tamara Hasselblatt

war als Jugendliche Schülerin des ungarischen Künstlers Denes Ösz. Kunstakademie Düsseldorf, dann autodidaktisch. Beim Beuys-Schüler P.P. Zang in die Feinheiten des Schraffierens, durch den Frankfurter Künstler Günter Maniewski in die Welt der Acrylfarben eingestiegen.

Oft in New York bei einer Holocaust-Überlebenden: Geschichten, Geschichte. Intensive Auseinandersetzung mit dem Schicksal von Verfolgten des Dritten Reiches, u.a. Sophie Scholl, Clara und Eduard Rosenthal, Elie Wiesel.

Zwei Jahre in der Schweiz, diverse Studienaufenthalte in den Cevennen, in der Auvergne. Reisen nach Afrika, in die Antarktis. Dort erschüttert von der Verletzung der Welt im dahin schmelzenden Weissblau des nicht mehr ewigen Eises. Engagement für ein Mutter-Kind-Projekt. Auslöser für ihr Kunstprojekt „Different Aspects of Africa“.

Glas und Architektur: Ideen, Visionen durch Licht und Farbe auf transparente Weise materialisieren.
Lebt und arbeitet bei Hamburg.

logo-thZur Website von Tamara Hasselblatt

 

 

wannundwo

Galerie am Rathaus
Rathausallee 50
22846 Norderstedt

21. Mai 2017, Vernissage 16 Uhr
11. Juni 2017, Finissage 16 Uhr

Öffnungszeiten:
Mo., Di., Do., So.
10 bis 12 Uhr
15 bis 18 Uhr
Pfingsten und Himmelfahrt geschlossen

Veranstaltet durch

Stadt Norderstedt Kulturbüro
Stadt Norderstadt - Kulturbüro


CHAVERIM – Freundschaft mit Israel e.V.


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